Niki Lauda for President!

Niki Lauda for President! (oder wie man Österreich aus den roten Zahlen holen könnte)

Ein Low-Cost-Carrier als Präsident für Österreich, hört sich ziemlich absurd an. Aber wenn man bedenkt, das Niki Lauda’s Airline in dem von Krisen gebeutelten Jahr 2009 im Gegensatz zu einer staatlichen Airline Gewinn schreibt, muss Herr Lauda ja was richtig machen!

Ist Niki Lauda anders?

Es stellt sich die Frage, was Niki Lauda anders macht als die andere Airliner?

Es mag hart klingen, jedoch gehe ich mal davon aus, das Niki’s Flight Assistences nicht ganz so viel verdienen werden wie die der anderen Airline! Und seien wir mal ehrlich: lieber verdiene ich weniger und weiß, dass ich meinen Job sicher habe, als x-Fach Euros zu verdienen und dann auf Grund des berühmten großen Sparstiftes gehen zu müssen!

Politisch betrachtet, müsste man jetzt davon ausgehen, das Flight Assistences sämtliche Politiker währen. Somit kommen wir schon mal zum ersten wichtigen Punkt: GEHALTSKÜRZUNGEN!!! Denn warum muss ein/e PolitikerIn soviel verdienen? Warum kommt ein/e PolitikerIn nicht von alleine darauf in diesen Zeiten auf einen Teil seines Gehaltes zu verzichten, um zB Steuerschulden abzubauen? Das mag zwar nur der berühmte Tropfen am heißen Stein sein, aber alles fängt mal klein an, auch Hr. Lauda!

Wenn man eine/n PolitikerIn, auf die aktuelle immer stärker steigende Inflation und stagnierenden Gehälter anspricht, wird dies immer abgetan, den Bürgern kommt dies oft nur aufgrund des Euros so vor. Ich würde aber gerne eine/n PolitikerIn – mit PartnerIn und den durchschnittlichen zwei Kindern, einem Haus sowie zwei Leasingautos – beim bewältigen der Monatsausgaben mit einen durchschnittlichen Monatseinkommen normal arbeitender Österreicher sehen.

Wie beim Menschen! Zuerst klein und dann immer größer!

Somit komme ich auch schon zum nächsten Punkt! Alles fängt klein an, denn Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut!

Manche PolitikerInnen sind der Meinung, sie müssen von heute auf morgen sämtliche Gesetze einführen, und den Steuerzahlern Vorschriften machen! Man bedenke Niki Lauda’s Fly Niki startete mit einem Flieger und wurde sukzessive erweitert! Die PolitikerInnen sollten mal ihre Vorschläge dem Volke übermitteln und deren Reaktion abwarten, Niki Lauda wartete ja auch die Reaktion ab, ob seine LCC Airline ankommt oder nicht, um dann über eine Expansion nachzudenken.

Smart(er) Dienstwagen

Ich stelle mir schon seit Jahren die Frage, warum brauchen PolitikerInnen eigentlich a) einen Dienstwagen und b) warum muss dieser so protzig sein? Also kommen wir mal zur Grundfrage, warum braucht ein/e PolitikerIn einen Dienstwagen? Braucht er ihn, um von seiner, durch die/den SteuerzahlerIn finanzierte, Dienstwohnung zu seinem Arbeitsplatz zu kommen? Oder ist es eher so wie in Deutschland der Fall, um mit dem Dienstwagen in den Urlaub zu fahren? Ich sage NEIN zu Dienstwägen! Sollen auch unsere PolitikerInnen mal „öko“ denken und mit den Öffis oder mit den Fahrrädern zur Arbeit fahren! Denn, wenn wir mal unter uns ehrlich sind, einigen PolitikerInnen würde es auch nicht schaden, wenn sie mal mit dem Drahtesel fahren!

Protzig in den Zeiten der Krise? Wenn schon ein Dienstwagen, dann muss es doch nicht gleich ein „UpperClass“ Wagen sein, oder? Sollten unsere PolitikerInnen denn nicht auch eine gewisse Vorbildfunktion haben? Somit wenn schon ein Dienstwagen, könnte es doch auch ein gasbetriebenes Fahrzeug oder ein Hybrid Fahrzeug sein! Da stellt sich mir auch die Frage, zumal es ja gewisse „Öko“-PolitikerInnen – oder besser bekannt als „Birkenstock“-PolitikerInnen – gibt. Exakt jene schreien doch immer am lautesten und fahren dann mit einer protzigen Limousine vor! „Denk Öko, nimm das Rad!“ Oder wie wäre es mit der von 70 % der PolitikerInnen den BürgerInnen vorgeschlagenen Fahrgemeinschaft? In größere Autos, zB Van, passen neben FahrerIn noch sechs weitere Passagiere, eigentlich könnten sogar sieben PolitikerInnen darin Platz finden, wenn man die/den FahrerIn weglässt. Täglich könnte ein/e andere/r PolitikerIn am Steuer Platz nehmen.

Vor allem wenn man bedenkt, wie viel eine Jahreskarte der Wiener Öffentlichen uns SteuerzahlerInnen kosten würde im Vergleich zu den derzeit genützten protzigen Dienstwägen, würde eigentlich wenn man vom logischen Hausverstand ausgeht, uns allen die Entscheidung leicht fallen. Wenn man  diesen Gedanken weiter verfolgt, kommt man schnell zur Einsicht, dass man wieder eine Menge an Geld eingespart hat. Daraus resultierend, würden die Staatsschulden jährlich um einige zig-tausend Euronen sinken!

Was bringt die Zukunft? Fragen wir doch die Kristallkugel!

Ein/e PolitikerIn sowie ein/e AirlinerIn müssen natürlich bei ihrem Tun und Handeln immer auch an die Konsequenzen und die Zukunft denken! Bei Hrn. Lauda scheint dies ja an sich zu funktionieren, den er expandiert stetig weiter, aber warum funktioniert das nicht bei unseren PolitikerInnen? Bevor man sich gemeinsam an einen Tisch setzt, um Vorschläge zu besprechen und zu diskutieren, um dann eine für alle Seiten zufrieden stellende Lösung den österreichischen BürgerInnen zu präsentieren, und nicht wie es derzeit Standard ist, sich in den österreichischen Print- und TV-Medien lächerliche Sandkisten Schlachten zu liefern.

Es hat zeitweise den Anschein, dass einige MinisterInnen den Sinn einer Regierung nicht verstehen. Ein/e Minister/in denkt sich eine Gesetzesänderung aus und statt es der Regierung oder den eigenen Parteimitgliedern zu präsentieren und zu besprechen oder aus zu diskutieren, ruft er/sie gleich bei den Print- und TV-Medien an, und bittet oder verpflichtet (beim Staatsfernsehen) die Medienvertreter um ein Interview oder Pressekonferenz. Und das obwohl die anderen – teilweise nicht mal die eigenen Parteimitglieder – von dieser Änderung oder einem Vorschlag nicht Bescheid wissen. Auch Niki Lauda muss neue Taktiken zunächst mit seinen Gesellschaftern besprechen und präsentiert die Ergebnisse erst danach bei einer Pressekonferenz.

„Hinter mir die Sintflut?“ dürfte bei den meisten die „Standardeinstellung“ sein, den einige Gesetzesvorschläge sind so bedacht, das sie für die aktuelle Generation gemacht werden und die anderen sollen sich dann retten, „den ich bin ja eh nur einige Jahre im Amt!“ Manche Lösungen mögen zwar aktuell die beste Lösung sein, aber man kann bei grundlegenden Änderungen nicht nur die nächsten 15 Jahre (Periode einer Generation) in Betracht ziehen, sondern mindesten die nächsten 40 bis 50 Jahre.

Kasperltheater für Erwachsene

Als Kind sah ich mir jede Folge vom Kasperl an – heute sehe ich mir sämtliche Übertragungen des Nationalrates aus dem Parlament an und bin jedes mal aufs neue fassungslos! Eine Kindergartengruppe hat definitiv mehr Respekt dem bzw. der Anderen gegenüber, räumt ihren Dreck weg und hat Manieren. Ganz im Gegenteil zu unseren PolitikerInnen.

Da wird gelacht, geschrien, gepöbelt, ignoriert, den gerade Sprechenden ins Wort gefallen,  usw. Das sind doch keine Manieren! Jedes Unternehmen, auch eine Airline, hat eine/n Oberste/n, die/der seine Leute auch in die Schranken weist. Bei den Nationalratssitzungen im Parlament, ist dieser Oberste der Nationalratspräsident, welcher aber anscheinend nicht im Stande ist, unsere Politiker zu zähmen, denn auch unseren PolitikerInnen würde es gut tun, wenn sie wieder auf den harten Boden der Realität zurück geholt werden würden. Versuchen Sie doch mal in Ihrem Job, solche Manieren an den Tag zu legen! Jede/r weiß, wohin das führen würde.

Eigentlich könnten wir doch gleich bei der nächsten Parlamentsübertragung Affen ins Parlament setzen, und keine/r der ZuseherInnen würde einen Unterschied merken, obwohl Affen, auch aus dem tiefsten Dschungel, doch teilweise besser erzogen sind, als so manche/r PolitikerIn.

the passenger comes first!

Dies mag zwar der Leitsatz von Niki Lauda’s Airline sein, ersetzt man jedoch passenger durch BürgerIn, ergibt auch dieser Leitsatz in der Politik einen Sinn. Anstelle kurioser und sinnloser Gesetzesvorschläge und Aussagen, bleibt mir nur eines zu sagen: „Der/Die BürgerIn kommt zuerst!“.

© by szda

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2 Gedanken zu “Niki Lauda for President!

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