Austrian Airlines, jetzt ist Deutschland an der Macht!

Jahrelang, reagierte Austrian Airlines auf kein einziges Angebot von FlyNiki, und jetzt, nachdem Niki Lauda’s Airline plötzlich Richtung Osten expandiert, also in das angebliche Hoheitsgebiet der Austrian Airlines eindringt, reagiert man plötzlich auf Niki’s Angebot.
Seid Monaten bewirbt FlyNiki seine neuen Routen Sofia und Bukarest (Angebot: ab € 29,- one way, hin und retour also ab € 58,-) und plötzlich reagiert Austrian Airlines mit dem für AUA Verhältnisse niedrigen Preis ab € 59,- hin und retour, mittels dem Austrian red|ticket.

Ist das jetzt der Einfluss des neuen Austrian Eigentümers Lufthansa, oder ist man bei Austrian endlich aufgewacht, und hat gemerkt, um mehr Passagiere zu bekommen, muss man auf die Konkurrenz reagieren? Den immerhin hat Austrian Airlines noch nie auf eine Angebot der Billigairlines reagiert, beziehungsweise konnte die AUA nie den gleichen Preis für die selben Strecken bieten (ausgehend von einer rechtzeitigen Buchung). Also woher der plötzliche Sinneswandel? Wenn man andere Strecken vergleicht, kann, bei rechtzeitiger Buchung, Austrian Airlines mit keinem Angebot einer Billigairline mithalten.

Rechenbeispiel Wien-Paris

via www.austrian.com
via http://www.austrian.com
via www.flyniki.at
via http://www.flyniki.at

Als Rechenbeispiel, wählte ich die Route Wien – Paris, um zB meinen Geburtstag wie im Jahr 2008, in Paris zu feiern. Als Reisezeitraum, wurde der Zeitraum vom 21. bis 30. September 2010 gewählt, da neben Feiern auch Sightseeing am Programm steht. Gewählt wurde bei jeder Airline der jeweils günstigste Tarif, wodurch sich unterschiedliche Uhrzeiten ergeben. Somit ergab der Flug mit Austrian Airlines einen Preis von: € 98,22 und mit FlyNiki: € 58,-, beide Preise sind inklusive aller Steuern und Abgaben. Worin liegt also der Unterschied? Warum bietet FlyNiki die gleiche Strecke um knapp die Hälfte an? Am OnBoard Service kann es nicht liegen, den immerhin bekommt man bei Austrian Airlines derzeit nur ein trockenes Buttercroissant und bei FlyNiki immerhin ein voll gepacktes „Doubledecker“ Sandwich, bei den Getränken sieht es ein wenig anders aus, bei Austrian Airlines, bekommt man zum Beispiel eine  ganze Dose Limonade und bei FlyNiki nur den angefüllten Becher, wobei bei beiden Nachschub gerne gereicht wird. (Anm.: nach Rücksprache mit einer FlyNiki Flugbegleiterin, wird aus Mülltrennungsgründen nur der Becher gereicht und nicht die ganze Dose)

Also wo liegt der Kostenunterschied?

Bei Austrian Airlines, genießt man den Gang zum Flieger bequem über die Gangway, also man geht direkt vom Flughafengebäude in den Flieger, bei FlyNiki quetscht man sich in einen Bus, und fährt ca. 3-5 Minuten (je nach Parkposition am Flughafen Wien) zum Flieger. Am Flughafen in Paris, gleiches Spiel wie in Wien, mit Austrian Airlines, dockt man bequem am Terminal 1 an, und betritt wieder direkt über die Gangway das Flughafengebäude, mit Flyniki, parkt man am Terminal 3, verlässt den Flieger und betritt einen der zwei bereits parkenden Busse und fährt knapp 40 Sekunden vom Flieger zum Terminalgebäude, gefolgt von einen 5-10 Minuten Fußmarsch (je nach Gangart) zum Hauptterminal, um mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu gelangen, möchte man jedoch mit dem Taxi in die Innenstadt gelangen, stehen diese direkt vor dem Terminal 3. Und genau da liegen die „versteckten“ Kosten, da Austrian Airlines auf jeden Flughafen hohe Abgaben für die Terminal Andockung bezahlen muss, im Gegensatz zu FlyNiki, der das deutlich günstigere Angebot des Terminal 3 in Anspruch nimmt. Somit ist es für den Passagier eine reine Bequemlichkeit ob er sparen möchte oder nicht.

Zukunft als National Carrier

Ich hoffe, das Austrian Airlines, auf sämtliche Angebote ihres derzeiten stärksten Konkurrenten, FlyNiki, reagieren wird, um so auch leichter aus den roten Zahlen zu kommen, um so auch wieder als National Carrier angesehen zu werden, den derzeit nimmt die Rolle des National Carrier definitiv FlyNiki ein, da FlyNiki derzeit die größte,  Österreichische Airline ist, den immerhin ist Austrian Airlines zu 100% in die deutsche Lufthansa integriert und somit in deutscher Hand und nicht mehr österreichisch!

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7 Gedanken zu “Austrian Airlines, jetzt ist Deutschland an der Macht!

  1. „Carrier definitiv FlyNiki ein, da FlyNiki derzeit die größte, Österreichische Airline ist, den immerhin ist Austrian Airlines zu 100% in die deutsche Lufthansa integriert und somit in deutscher Hand und nicht mehr österreichisch!“

    In einer populistischen Zeitschrift wären diese Artikel wohl am besten aufgehoben…

    Selten so einen Quark gelesen. Immerhin werden hier Arbeitsplätze geschaffen, Steuern bezahlt und Leute angestellt. -> österreichisch

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