Wiener Opernball 2010

Der Opernball 2010, war einer der katastrophalsten Opernbälle seit seines bestehen, und dieses mal ist nicht mal Richard Lugner Schuld, denn sein Gast mag zwar ein „Großmaul“ sein, jedoch keine Skandalnudel wie, die leider verhinderte, Lindsay Lohan. Dieter Bohlen kam Richard Lugner sicher auch günstiger, den immerhin reiste Herr Bohlen mit keinem Privatjet, sondern mit einer Linienmaschine der AirBerlin am Donnerstag, pünktlich um 18 Uhr am Flughafen Wien, an, und wurde von Richard Lugner und seinem Schwiegersohn in spe, mit einem „ich bin nicht homosexuell ↓1“-Küsschen abgeholt.

Nix los am Opernball?

Desirée Treichl-Stürgkh und Ioan Holender
Desirée Treichl-Stürgkh und Ioan Holender

Er sollte was ganz besonderes werden, der Opernball 2010, immerhin war es der letzte von Ioan Holender und der dritte von Desirée Treichl-Stürgkh . Aber alles kam ganz anders. Sämtliche Gäste blieben aus. Auf dem Parkett, war sogar Platz für den Walzer der Besucher, und dies war bis jetzt noch nie der Fall. Auch die DebütantInnen hatten bei der Ball-Eröffnung genügend Platz für ihren großen Auftritt.

Auch die wirklich hohen „Tiere“ blieben aus, abgesehen von den „Standard“-Gästen aus Politik, Wirtschaft und den heimischen Medien, bestand die Promi Gästeliste aus Thomas Gottschalk und der eher zwielichtigen Katie Price, und natürlich Wiens Bürgermeister, den „fetten Bauch ↓2“ Michael Häupl. Aber die wirklich großen Stars, die den Ball in den wahren Olymp der Bälle heben würden, blieben aus.

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DIE Live Übertragung

Opernball Eröffnung
Opernball Eröffnung

Auch die Live Übertragung vom österreichischen Staatsfernsehen ORF, war eher lähmend als belebend. Zu viele Erwartungen wurden in den Neuzugang Dominic Heinzl gesetzt. Aber dieser enttäusche sehr, den der bekannte Heinzl’sche Pepp aus den guten alten ATV-Zeiten blieb aus, da stellt sich natürlich die Frage, ob da der ORF’sche Maulkorb ausgehängt wurde. Leider machte der Monopolist ORF auch am Opernball von seiner eingekauften Monopolstellung am Opernball Gebrauch, und lies die Privaten Österreichischen TV-Sender draußen. Und hier sind die Worte des scheidenden Opernchefs Ioan Holender angebracht, der in einem TV Interview vor einigen Tagen meinte, er bereue es, dass der ORF die Exklusiv-Rechte für die Opernball Übertragung inne hat. Obwohl Herr Holender dies aus anderen Gründen bereut, er hasst es, das der (angebliche) Ball der Bälle im TV übertragen wird.

Teilweise erinnerte die Übertragung vom Red Carpet mit Dominic Heinzl und Kati Bellowitsch an Improvisation-TV. Es wurde, um den Zuseher einen gesamt Überblick über den Ball zu bieten, des öfteren zwischen dem Red Carpet und dem Inneren der Oper hin und her gewechselt, wobei die jeweiligen Moderatoren teilweise wie der bekannte begossene Pudel da standen und nicht mehr weiter wussten. Einzig Alfons Haider und Barbara Rett moderierten in gewohnter Profi-Manier und ohne jeglichen Fauxpas.

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Sicherheit geht vor?

security
security

Auch die Sicherheit war alles andere als bestens. Den immerhin, schaffte es ein Moderator eines Österreichischen Privatsender, ohne Eintrittskarte am Securitypersonal vorbei in das Operngebäude. Er versuchte es zuerst über den Seiteneingang wurde dort aber vom Securitypersonal abgewiesen. Aber er gab nicht auf, und versuchte es ganz dreist über den Haupteingang, in dem er einfach fragte, wo er noch eine Karte kaufen kann, und wurde einfach zur Kasse verwiesen, auf dem Weg zur Kasse, bog er jedoch ab und stand plötzlich im Hauptsaal der Staatsoper. Diese Szenen erinnern ein wenig an den Film „Opernball“ aus dem Jahre 1998. (Informationen über den Film auf Wikipedia, siehe hier)

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Ioan Holender, der Abschied

Und dann der große Auftritt von Ioan Holender, auf den ja alle Gäste und Zuseher gewartet hatten, war alles andere als beeindruckend. Herr Holender, hielt eine kurze Rede und begann dann, wie schon Tage zuvor angekündigt, Ioan Holender zu singen. Sagen wir so, er hätte es sein lassen sollen und zum Beispiel seinen liebsten Opernstar Anna Netrebko einladen sollen, um ein Ständchen für ihn zu singen. Auch Dieter Bohlen hätte Herrn Holender zu keinem Recall eingeladen.

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Die Lugnerisierung des Opernballs

Richard Lugner und sein "Katzi"
Richard Lugner und sein "Katzi"

Jedes Jahr, bekommt der Opernball von Richard Lugner eine sehr wertvolle Ballspende. Und damit meine ich nicht seine „Star“-Gäste, sondern die weltweite Berichterstattung, die eben durch Lugners Einladungen erfolgen. Obwohl von Herrn Holender dies immer beanstandet wurde, und die Opernball-Organisation von einer „Lugnerisierung“ des Opernballs sprach, darf man die kostenlose PR für den Opernball nicht vergessen. Denn jedes Mal, wenn Richard Lugner oder die Medien das Wort Opernball erwähnen, betreiben sie alle nichts Anderes als Werbung für den Opernball, die der Oper und den Organisatoren nichts kostet, und das in einer der kommerziellsten Zeiten überhaupt.

Anscheinend muss man beim Ball der Bälle nicht sparen, und das sollte uns allen und vor allem den Opernballbesuchern zu denken geben. Den immerhin, kostete heuer eine Loge, je nach Lage, zwischen 9.500,- und 17.000,- Euro. Vor allem, darf man nicht vergessen, seit Richard Lugner Paris Hilton eingekauft hatte, um ihn zu begleiten und seine Lugner City zu repräsentieren, kennt man den Opernball weltweit. Denn die US-Presse ist ja immer am Tun und Handeln von Paris Hilton interessiert. Natürlich macht Richard Lugner das nicht, um den Opernball-Organisatoren einen Gefallen zu tun, sondern um sich selbst in den Medien zu „wälzen“, denn er weiß, wie man sich auf die Titelseiten bringt.

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Was können wir vom Opernball 2011 erwarten? Wird der Ball der Bälle nächstes Jahr noch im TV übertragen? Kommt nächstes Jahr überhaupt noch wer? Wer wird Richard Lugners Opernball Stargast 2011? Wir werden es sehen, und zwar am 3. März 2011, natürlich auf Ihrem Staats-TV Sender ORF! Somit, bleibt mir nur noch eines zu sagen: Alles Walzer!

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↓1) Zitat von Richard Lugner, auf ATV in „die Lugners“ am 12. Februar 2010, beim Abholen von Dieter Bohlen am Vienna International Airport.

↓2) Zitat von Richard Lugner, auf ATV in „die Lugners“ am 12. Februar 2010, als er Dieter Bohlen die Opernball Gäste in den Logen erklärt.


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Ein Gedanke zu “Wiener Opernball 2010

  1. OPERNBALL

    Ruby Rubacuori ist eine sehr schöne junge Frau. Sie verdient ihr Geld, hoffentlich freiwillig, wie sie möchte. Sie hatte eine schwere Jugend. Ich möchte nicht wissen, wieviele Perverslinge sich am Opernball tummeln, die jetzt scheinheilig den Kopf schütteln.
    Schönen Opernball-Abend dem Herrn Lugner mit seinem Gast.
    Chrisi

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