Apple, von Premium zu Schrott?

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Fragt man einen Nicht-Apple-Nutzer nach Apple Produkten, so ist in 99% der Fällen die Antwort: überteuertes Obst. Lange Zeit galten Apple Produkte als langlebig, einfach und aufgrund des geschlossenen Systems des Apple Universums als sicher. Doch seit dem iPhone 4 (Antennagate) sind Apple Produkte meistens nur mehr mit negativen Schlagzeilen in der Presse (nicht nur, aber meistens). Doch Applejünger sahen über Empfangsprobleme, vergilbte Displays, Kratzer, kaputte Homebuttons, nicht funktionierende Touchpads, WiFi Probleme und andere „Kleinigkeiten“ hinweg, da diese von Apple meistens mittels Software Updates ausgebessert wurden bzw. ausgetauscht wurden.

Doch in den letzten Wochen häufen sich Beiträge zur geplanten Obsoleszenz (künstliche Verkürzung der Produktlebensdauer) und es wird immer wieder Apple mit seinen Produkten als Beispiel genannt. Doch was ist dran? Kann man wirklich die iPhone 4/4S Glasrückseite und die iPhone 5/5S Rückseite aus eloxiertem Aluminium als geplante Obsoleszenz anführen? Nein, den Apple macht dies dezenter als seine Mitbewerber.

Apple löst dies ganz elegant mittels Software Updates. Was man als erfahrener iPhone/iPad Nutzer über die Jahre hinweg mitbekommt, das Apple mit jedem Software Update das Gerät künstlich verlangsamt. Bestes Beispiel bietet das iPad der Ersten Generation. Bei Erscheinen 2010 mit iOS 3 funktionierte es flott, Webseiten öffneten sich schnell und ließen sich einwandfrei verwenden. Auch mit iOS 4 funktionierte es noch teilweise einwandfrei. Aber mit iOS 5 wurde es zur lahmen Krücke. Webseiten öffnen sich langsam und funktionieren nicht mehr, und da sind keine aufwändigen Seiten gemeint (zB orf.at). Aber auch der Appstore mag nicht mehr wirklich (siehe Video).

Natürlich ist nicht immer nur Apple Schuld, auch die Europäische Union mit ihren teils lächerlichen Auflagen trägt Schuld an der geplanten Obsoleszenz. Die von der EU angeordnete Richtlinie 2002/95/EG verbietet die Verwendung einer Zinn-Nickel Legierung für die Verbindungen auf den Leiterplatten. Somit wird nur Zinn verwendet und dadurch kann es zu Kurzschlüssen kommen und Teile können sich lösen wenn Geräte im Gebrauch erhitzen. Dies geschah bei einigen iPhone 4S Geräten. Aufgrund der intensiveren Leistungen von iOS 7 löste sich bei einigen Geräten der WiFi Chip. Doch hier zeigte sich Apple kulant und tauschte das Gerät ohne Wiederstand aus. (War leider selber davon betroffen)

Als Anti-geplante Obsoleszenz Beispiel, dient mein iPod Shuffle der zweite Generation, aus dem Jahre 2006. Mittlerweile ist er 7 Jahre alt und funktioniert noch immer einwandfrei. Natürlich hat die Akkulaufzeit ein wenig nachgelassen, von 12 Stunden auf circa 9 Stunden, bei fast täglicher Nutzung.

Unbenannt

Unter Steve Jobs hätte es das (geplante Obsoleszenz) nie gegeben! Doch hat es. Immerhin hatte der iPod der ersten Generation einen Akku verbaut der nur 18 Monate hielt, und hier hat Steve (bzw. Apple) erst nach einer Sammelklage nachgegeben. Steve Jobs und Apple haben zwar die Lebensdauer der Akkus „verlängert“ doch haben sie die Akkus auch weiterhin fest und mit ordentlich Klebstoff verbaut, damit ein teurer Austausch nur mehr durch Apple oder eine Fachwerkstätte ausgetauscht werden kann und der Kunde überlegt ob das unbrauchbare Gerät, den Schrott, nicht gleich entsorgt und sich ein neues Gerät mit angebissenen Apfel kauft.

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