Boykott der Olympischen Spiele in Sotschi?

608px-Logo_Sochi_2014Die Olympischen Spiele sind Sportwettkämpfe, der Sport sollte im Vordergrund stehen. 2014 steht nicht der Sport im Vordergrund sondern Putins Verbot Homosexueller Propaganda. Auch wurden bei der Errichtung der olympische Sportstätten Menschenrechte der Einwohner Sotschis verletzt,  Arbeiter ausgebeutet und die Straßen von streunenden Hunden „gesäubert“. Einzig logische Konsequenz: Boykott.

Ignorieren der Eröffnungszeremonie und die Übertragung der einzelnen Disziplinen. Man sollte Wladimir Putin keine Chance geben, sich und „seine Spiele“ im Fernsehen für die Welt zu inszenieren. Ihm so zeigen, das man seine Politik falsch findet. Genau diese Meinung hatte ich, bis letzten Sonntag.

In einer Unterhaltung mit Twitter-User @ziesmannmedia, während des doch etwas einseitigen Super Bowl Spieles, über Olympia und Putin, erläuterte mir Herr Ziesmann eine sehr interessante Perspektive, die meine Meinung änderte.

Warum diese Meinungsänderung?

Soll man Putin ignorieren und ihm dadurch seine intoleranten Macht ausüben lassen? Wegsehen wenn Menschenrechte mit Füßen und Schlagstöcken getreten werden? Warum nicht umgekehrt, und Putin genau auf die Finger schauen. Um ihm, und seiner Armee, keinen Spielraum zu lassen. Immerhin sind für 23 Tage Medienvertreter aus der ganzen Welt in ganz Sotschi unterwegs. Dadurch wird jeder Fehltritt von Putins Armee über TV-Sender oder soziale Netzwerke verbreitet.

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Somit wäre zumindest für 23 Tage „Normalität“ in der Region um Sotschi, wenn man die Olympischen Spiele nicht boykottiert. Wie es danach weiter geht, kann sich jeder vorstellen. Den von unserer (größtenteils) toleranten Welt ist Russland noch weit entfernt. Unter Putins Regime wird sich dies leider auch nicht so schnell ändern. 

Boykott ist der falsche Weg.
Beobachten der richtige Weg.
                –

Beobachten und hinschauen hat bei Putin schon einiges bewirkt. Durch permanentes beobachten wurden Chodorkowski, Pussy Riot Mitglieder und Greenpeace Aktivisten freigelassen. Natürlich diente dies auch zu PR Zwecken für „den großen und gutherzigen Putin“, doch ohne hinschauen wäre es nie passiert.

Mögen die Spiele beginnen.

Sollte aber jemand die Sponsoren und Unterstützer der Olympischen Spiele in Sotschi boykottieren wollen, gibt es hier eine vollständige Liste.608px-Logo_Sochi_2014.svg

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